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Samstag, 15. September 2012

Barbara – zu fünft in Venezuela

Am 30. August spät abends trafen endlich unsere drei Touristinnen aus der Schweiz in Mérida ein. Mit grosser Begeisterung erzählten sie uns von ihrer Salto Angel Tour. Mit fast 1000 Meter Fallhöhe ist der Salto Angel der höchste Wasserfall der Erde. Nach einem verlängerten Wochenende mit Plaudern und der Geburtstagsfeier von Brigitte, starteten wir gemeinsam eine viertägige Tour in die Llanos. Die Fahrt führte von Mérida über den 3550 Meter hohen Mucubaji und hinunter nach Barinas. Die Llanos bestehen aus einem riesigen Flachland in der Grösse von Deutschland und sie sind mit vielen Flussläufen durchzogen. In der Regenzeit steht der grösste Teil unter Wasser. Im Bundesland Apure, wo die meisten Tiere vorkommen sollen, logierten wir auf einem Hato (Rinderfarm). Als Nebenerwerb werden Verpflegung und einfache Unterkunft sowie Tierbeobachtungen im Boot und zu Pferd für Touristen angeboten. In nächster Nähe leben grosse Rinderherden und Pferde mit Wildtieren zusammen. Hier sahen wir Kaimane, Wasserschweine, Ameisenbären, Leguane, Schildkröten und unzählige Vogelarten. Da blieben die Kameras nicht lange im Rucksack. Wir lernten auch Piranhas fangen und durften sie anschliessend auch essen – schmeckt lecker!

Über Barquisimeto fuhren wir auf einer langen aber wunderschönen Strasse auf die Sierra de San Luis. Unsere Barbara wollte natürlich auch einmal den Camper fahren. Und prompt stoppte uns eine Polizeikontrolle und wollte die Ausweise sehen. Einen internationalen Führerausweis hatte sie nicht und den nationalen Führerausweis liess sie zu Hause. Keck streckte sie dem Beamten das SBB-Generalabonnement entgegen – und er liess uns weiterfahren!
In San Luis übernachteten wir in der kolonialen Posada Don Aguedo. Am nächsten Vormittag besuchten wir die Finca El Monte, wo der Franzose Dominique und seine Frau unter anderem vorzüglichen Kaffee anbauen. Mit der Karibikküste vor Augen ging es steil zur heissen Stadt Coro hinunter (36oC). Auch hier bestaunten wir gut erhaltene Kolonialbauten und die dahinterliegenden Sanddünen. Der Ort Chicheriviche an und für sich, wäre keine Reise wert – leider überall viel Abfall. Doch die nahen Inseln sind einfach traumhaft und das Wasser „karibisch“. Bereits drei Wochen vorher waren wir zwei schon in Choroni und unsere Girls liessen sich gerne überreden, ihre letzten Ferientage in Venezuela dort am Strand zu geniessen. Und viel zu rasch kam die Zeit des Abschieds. Wir fuhren sie noch mit dem Wohnmobil zum Flughafen in Caracas. Das hätten wir uns vor ein paar Monaten nie vorstellen können, denn alle sprachen immer von der grossen Gefahr – muy peligroso! Mit vielen Erinnerungen und Eindrücken sowie noch mehr Fotos kehrten sie zurück in die Schweiz.

Bilder

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