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Samstag, 2. April 2011

Antwerpen und Le Havre

Das Anlegen in den Häfen ist immer wieder spannend. Bedingt durch Ebbe und Flut muss das grosse Frachtschiff zuerst durch eine schmale Schleuse in den Innenhafen. Die Crew war entsprechend angespannt und der Kapitän etwas nervös. An Bug und Heck unterstützen kräftige Lotsschiffe die Manövrierung. Die Häfen liegen immer abseits. Da wir nicht auf einem Passagierschiff sind, ist die Verbindung zur Stadt nicht organisiert und lohnt sich bei kurzen Aufenthalten kaum. Dies war in Antwerpen und Le Havre leider der Fall. Deshalb können wir unseren Blog nicht laufend aktualisieren und auch keine Mails verschicken, da das Frachtschiff den Passagieren kein Internet zur Verfügung stellt (nur in Notfällen).

Diaschau

Tilbury und Ausflug nach London

Da am Sonntag im Hafen kaum gearbeitet wird, geht die Schifffahrt nach Antwerpen erst am Montag oder Dienstag weiter. Einen genauen Fahrplan gibt es nicht. Dieser richtet sich nur nach der Fracht und den angelaufenen Häfen. Passagiere auf dem Frachtschiff sind eher zweitrangig. Wir machten kurz entschlossen einen Ausflug nach London. Mit der Bahn sind es nur 45 Kilometer. Forsythien und Osterglocken blühen hier bereits (13.März). Aber sonst herrschte typisch „english weather“! Rechtzeitig zum Nachtessen waren wir wieder auf dem Schiff in Tilbury und erlebten einen eindrücklichen Sonnenuntergang.

Diaschau

Frachtschiff „Repubblica del Brasile“

Das Frachtschiff ist 206 Meter lang, 30 Meter breit und ca. 35 Meter hoch. Es wurde 1998 für die Reederei Grimaldi gebaut. Neben einigen Containern kann das Ro-Ro-Schiff (roll on-roll off) bis zu 2‘800 Autos laden. Bekannte neue deutsche Autos gehen nach Südamerika – viele Occasionsautos und -lastwagen sind für Afrika (Dakar) bestimmt. Das Schiff fährt unter italienischer Flagge mit italienischer Schiffsführung. Die Besatzung von etwa 25 Männern setzt sich aus vielen Nationalitäten zusammen – darunter zahlreiche Philippiner.
Unsere Kabine mit Dusche befindet sich auf dem achten Deck. Sie ist einfach, sauber und zweckmässig eingerichtet. Die Gräuschkulisse der Motoren und Klimaanlage ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Tagesablauf richtet sich nach den Essenszeiten: 07.30 – 08.30 Uhr Frühstück, 12.00 Uhr Mittagessen und 18.00 Uhr Nachtessen. Die italienische Küche ist prima. Zurzeit sind wir sieben Passagiere: wir beide, ein 50-jähriger Sohn mit seiner Mutter und drei einzelne Männer. Es gibt einen Essraum, Aufenthaltsraum, Fitnessraum und viel Platz auf dem Brückendeck zum Spazieren. Sogar eine Waschmaschine steht uns zur Verfügung.
Bis jetzt schätzen wir die viele, freie Zeit sehr. Wir lesen oder diskutieren mit den anderen Passagieren. Besonders Didier aus Frankreich, der über ein Jahr in Südamerika umher reiste, ist für uns eine sehr interessante Informationsquelle. Er kam mit dem Schiff aus Buenos Aires und wird es in Le Havre verlassen. Er musste den Umweg über Hamburg und Tilbury in Kauf nehmen, da das Schiff bei der Rückfahrt in Le Havre nicht anlegte.

Frachtschiff „Repubblica del Brasile“

Endlich Abfahrt in Hamburg

Nach zahlreichen Verzögerungen erhielten wir die Nachricht, dass das Frachtschiff „Repubblica del Brasile“ am 10. März 2011 um ca. 15 Uhr in Hamburg eintreffen wird. Nach einigen Formalitäten im Terminal O’Swaldkai 10, Schuppen 48, konnten wir mit dem Handgepäck einschiffen und unsere Kabine beziehen. Das Schiff blieb aber über Nacht noch in Hamburg und wir schliefen zum ersten Mal an Bord. Der Camper blieb noch auf dem Parkplatz. Erst am 11. März nachmittags wurden wir abgeholt und konnten auch den Camper an Bord fahren. Kurz darauf um 16.20 Uhr legte die „Repubblica del Brasile“ ab und wurde vorsichtig rund 80 Kilometer auf der Elbe ins Meer gelotst – vorbei an stattlichen Häusern und friedlichen Landschaften. Nachts machte sich ein leichter Schwindel bemerkbar. Aber die prophylaktisch eingenommene Reisetablette half. Morgens um vier Uhr kamen wir in Tilbury an.

Hamburg Abfahrt

Dienstag, 15. März 2011

Weiterfahrt nach Antwerpen

Unser Schiff liegt seit Sonntagmorgen in Tilbury bei London. Heute Nachmittag gehts aber weiter nach Antwerpen. Wir melden uns spaeter.

Samstag, 5. März 2011

Warten in Hamburg


Standplatz am Hafen in Hamburg



















Am 25. Februar 2011 haben wir unser Haus in Walperswil BE den neuen Besitzern, Sandra und Christoph Lustenberger, übergeben. Vielen Dank allen, die beim Zügeln, Entsorgen und Putzen geholfen haben. Wir waren überrascht, wie viele Freunde und Nachbarn am Abend zum Abschiedsapéro gekommen sind. Fast 22 Jahre lebten wir in Walperswil und haben viele gute Leute kennen gelernt. Nach einem herzlichen Abschied von unseren Kindern sowie ihren Partnerinnen und Partner am Samstag gings zuerst in die Ostschweiz und dann Richtung Deutschland. Mit Stationen in Stuttgart und Göttingen sind wir seit letztem Mittwoch in Hamburg. Auch wenn die Einschiffung nochmals verschoben wurde, ist es uns nicht langweilig. Wir haben in unserem Reisemobil alles dabei und haben uns direkt am Elbeufer am Hafen installiert. Das Wochenende verbringen wir in der nahe gelegenen Stadt Lüneburg.

Diaschau Hafen in Hamburg
Diaschau Lüneburg - 45 km von Hamburg entfernt

Sonntag, 13. Februar 2011

Verschiffung erst am 10. März 2011 in Hamburg



Voraussichtlich erst am 10. März 2011 werden wir mit diesem grossen Frachtschiff von rund 200 m Länge (Repubblica del Brasile) unsere Reise nach Südamerika starten.